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Sarah Schmidt

Sprecherin des AK Hochschulen; Koordinatorin der Ad-hoc-Gruppe "KI in der Evaluation"

In unserem neuen Format Interview des Monats stellen wir in DeGEval...Mail und -Newsletter alle zwei Monate Personen vor, die sich aktiv in der DeGEval engagieren. Lernen Sie die Mitglieder des Vorstands und Sprecher:innen der Arbeitskreise besser kennen und erfahren Sie Insider-Infos zu aktuellen Themen und Aktivitäten in der DeGEval!

Was ist Ihre berufliche Rolle in der Evaluation?

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Evaluation im Hochschulkontext – zunächst in der Qualitätssicherung verschiedener Hochschulen und heute als Leiterin des Methodenzentrums Sozialwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Dort unterstütze ich Forschende und Lehrende bei der Planung, Durchführung und Auswertung empirischer Studien sowie von Evaluationen. Daneben lehre ich quantitative Forschungsmethoden und Evaluation und war zuletzt Vertretungsprofessorin für Quantitative Empirische Sozialforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences. Besonders wichtig ist mir, Evaluation wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah zu gestalten, sodass ihre Ergebnisse tatsächlich zur Weiterentwicklung von Studium, Lehre und Organisationen beitragen.


Sie sind eine der Sprecher:innen des Arbeitskreises Hochschulen und koordinieren die Ad-hoc-Gruppe "KI in der Evaluation". Welche Themen prägen Ihre Arbeit dort derzeit?

Im Arbeitskreis Hochschulen beschäftigen wir uns mit aktuellen Herausforderungen der Evaluation im Wissenschaftssystem – von Qualitätsentwicklung über Partizipation bis hin zu neuen methodischen Ansätzen. 
Ein neuer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Koordination der Ad-hoc-Gruppe "KI in der Evaluation". Dort diskutieren wir, wie Künstliche Intelligenz Evaluationsprozesse sinnvoll unterstützen kann, etwa bei Datenauswertung, Berichterstellung oder Literaturrecherchen. Gleichzeitig befassen wir uns mit Fragen der Qualitätssicherung, Transparenz und des verantwortungsvollen Einsatzes von KI. Ziel ist es, Chancen und Grenzen gleichermaßen in den Blick zu nehmen und den fachlichen Austausch innerhalb der DeGEval zu fördern.


Wie können Interessierte an den Aktivitäten des AK / der Ad-hoc-Gruppe teilnehmen?

Wir freuen uns über alle, die sich für Evaluation im Hochschulbereich oder den Einsatz von KI in der Evaluation interessieren. 
Der Arbeitskreis Hochschulen steht allen DeGEval-Mitgliedern und auch Interessierten offen und lädt regelmäßig zu digitalen Formaten wie dem Lunch-Talk und Veranstaltungen wie der Jahrestagung ein. Unsere nächste Jahrestagung findet am 11. und 12.03.2027 in Bielefeld statt.
Auch die Ad-hoc-Gruppe "KI in der Evaluation" lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. Interessierte können jederzeit Kontakt zu mir aufnehmen, an unseren Treffen teilnehmen und eigene Erfahrungen oder Fragestellungen einbringen.


Welche gesellschaftliche Bedeutung haben Evaluationen Ihrer Meinung nach?

Evaluationen schaffen eine fundierte Grundlage für Entscheidungen. Sie helfen dabei, die Wirkung von Maßnahmen sichtbar zu machen, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel und komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen sind belastbare Erkenntnisse wichtiger denn je. 
Evaluation bedeutet für mich aber mehr als Rechenschaftslegung: Sie schafft Transparenz, fördert Lernen und unterstützt Organisationen dabei, ihre Ziele wirksam zu erreichen. Damit leistet Evaluation einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten und verantwortungsvollen Gestaltung von Politik, Bildung und Gesellschaft.


Welches besondere Erlebnis, welche besondere Bekanntschaft verbinden Sie mit Ihrem Engagement in der DeGEval?

Was ich an der DeGEval besonders schätze, ist der offene und kollegiale Austausch. Immer wieder entstehen Gespräche, aus denen gemeinsame Projekte, neue Ideen oder langfristige Kooperationen hervorgehen. 
Besonders bereichernd finde ich, dass Menschen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Praxis ihre unterschiedlichen Perspektiven einbringen und voneinander lernen. 
Diese Vielfalt macht für mich den besonderen Wert der DeGEval aus und motiviert mich, mich auch künftig aktiv einzubringen.

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