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Aktuelles

im AK Gender Mainstreaming

Gender- und Diversit├Ątssensible Ausschreibungen von Evaluationen

Ein Leitfaden

Der Leitfaden ÔÇ×Gender- und Diversit├Ątssensible Ausschreibungen von EvaluationenÔÇť steht zu Ihrer/Deiner Verf├╝gung. Er bietet konkrete Anhaltspunkte f├╝r

  • eine systematische Ber├╝cksichtigung von Gender und Diversit├Ąt in Ausschreibungen,
  • eine Muster-Vorlage f├╝r die Formulierung der sogenannten Terms of Reference (ToR) sowie
  • einige Erl├Ąuterungen zu Begriffen und weiterf├╝hrender Literatur.

Selbstverst├Ąndlich freut sich der Arbeitskreis Gender Mainstreaming auch weiterhin ├╝ber Anregungen und wird sie, sofern umfassend genug, auch f├╝r eine zuk├╝nftige Fassung 2024 wieder ber├╝cksichtigen.


Session im Rahmen der Jahrestagung 2023 in Magdeburg

"Vollkommen unvollkommen: Gleichstellungsstrategien als Mittel der evidenzbasierten Steuerung?"

Gleichstellungsstrategien wirken als Steuerungsinstrumente in zahlreichen Politikfeldern und auf unterschiedlichen Ebenen: Auf europ├Ąischer Ebene, beispielsweise in der Forschungsf├Ârderung der Europ├Ąischen Union, auf nationaler Ebene (z.B. ressort├╝bergreifende Gleichstellungsstrategie der deutschen Bundesregierung, oder der Aufbau von Genderkompetenz im Hochschulsektor), aber auch auf der Ebene der Bundesl├Ąnder (z.B. Gleichstellungspolitische Rahmenprogramme bzw. Landesprogramme in Sachsen-Anhalt, im Land Berlin oder im Land Hamburg) oder kommunaler Ebene (Aktionspl├Ąne im Rahmen der Europ├Ąischen Charta f├╝r Gleichstellung). Auch Organisationen geben sich Gleichstellungsstrategien (z.B. UNDP oder die Arbeiterwohlfahrt).

Im Sinne eines Steuerungszyklus basieren viele der Strategien auf der Analyse von Monitoringdaten beziehungsweise den entsprechenden Berichten, die oftmals wichtige Grundlagen f├╝r politische Entscheidungen aufbereiten. Angesichts aktueller Gleichstellungsthemen, beispielsweise der Ber├╝cksichtigung von Geschlechtervielfalt, von Genderkompetenz oder von intersektionalen Ungleichheiten, stehen Evaluation und Monitoring in einem Praxisdilemma. Denn Datenl├╝cken (ÔÇ×gender and intersectionality data gapsÔÇť), fehlende Indikatoren oder kleine Fallzahlen erschweren oft eine angemessene Ber├╝cksichtigung.

Allerdings werden diese Strategien beziehungsweise die zugeh├Ârigen Ziele und Indikatoren wie auch die tats├Ąchlichen Umsetzungsprozesse und Wirkungen nur selten evaluiert. Dies, so die These, liegt zum einen an der Qualit├Ąt mancher Strategien selbst, aber auch an L├╝cken in den Steuerungszyklen, wenn es darum geht, immer wieder auf Evidenz zur├╝ckzugreifen. So werden die (inzwischen drei) Gleichstellungsberichte aus Deutschland zwar ÔÇťbilanziertÔÇŁ, aber inwieweit diese Bilanz orientierend im weiteren Verlauf von Analyse, Umsetzung, Monitoring und Evaluierung wirken kann, bleibt offen. Es w├Ąre im Sinne eines politisch informierten SteuerungszyklusÔÇÖ erstrebenswert, gleichstellungspolitische Steuerungsprozesse noch st├Ąrker auf soliden Daten und Analysen, pr├Ązisen Zielen, passender Indikatorik aufbauen zu lassen.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit kurzen Impulsvortr├Ągen und einer anschlie├čenden moderierten Diskussion mit den Teilnehmenden sollen verschiedene Beispiele gleichstellungspolitischer evidenzbasierter Steuerung vorgestellt und verglichen werden. Es k├Ânnten hieraus Qualit├Ątsstandards f├╝r die Strategien und deren Umsetzung entwickelt werden. Impulsgeberinnen sind:

  • Dr. Angela Wroblewski (IHS - Institut f├╝r H├Âhere Studien)
  • Dr. Anke Lipinsky (GESIS - Leibniz-Institut f├╝r Sozialwissenschaften)
  • Dr. Regina Frey (GIG - Gender-Institut f├╝r Gleichstellungsforschung)
  • Dr. Irene Pimminger (sozialwissenschaftliche Forschung & Beratung) 

Moderation: Dr. Karin Grasenick (convelop cooperative knowledge design gmbh)


Neues Format: "Meet & Greet"

Offener Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Themen

Ab dem 6. Juli 2023 um 13:00 Uhr gibt es einen offenen Austausch zu allem, was den AK-Mitgliedern wichtig ist sowie weiteren Informationen und aktuellen Entwicklungen. Im Vordergrund steht der offene Austausch. Unsere Themen sind:

  • aktueller Stand des Leitfadens zur Formulierung von Ausschreibungen, ├╝ber den wir in der DeGEval-Zeitschrift berichten wollen,
  • die Entwicklung der AG zu Geschlechtervielfalt,  
  • die Beitr├Ąge zur 26. DeGEval Jahrestagung (13.-15. September 2023 in Magdeburg). Hinweis: Es wird auch ein Treffen des AK GM geben!
  • Session im Rahmen der Jahrestagung 2023: "Vollkommen unvollkommen: Gleichstellungsstrategien als Mittel der evidenzbasierten Steuerung?"

Bei Interesse bitte eine Mail an karin.grasenick-at-convelop.at


Einladung zur Mitarbeit an einem Leitfaden zur Formulierung von Ausschreibungen

Evaluierende und beauftragende Organisationen diskutieren oft ├╝ber die Qualit├Ąt von Ausschreibungen. W├Ąhrend die Standards f├╝r Evaluierungen einen grundlegenden Rahmen schaffen, stellt sich oft die Frage, wie Ausschreibungen einerseits Anforderungen und Erwartungen klar genug beschreiben und andererseits ausreichend Freir├Ąume f├╝r die Entwicklung und Gestaltung des Angebotes bieten. Eine Komponente, die wesentlich zur Qualit├Ąt und Nutzen von Ergebnissen beitr├Ągt, ist eine differenzierte Ber├╝cksichtigung der Anspruchsgruppen und Wirkungen. Eine qualitativ hochwertige Evaluierung ber├╝cksichtigt gender-spezifische Unterschiede inklusive deren Wechselwirkungen mit weiteren Merkmalen.

Der Arbeitskreis Gender Mainstreaming l├Ądt ein, an der Finalisierung eines Leitfadens zur Formulierung von Ausschreibungen mitzuwirken. Konkret ist dies m├Âglich online am 6. Juli 2023 um 13:00 Uhr sowie am 2. August 2023 um 16:00 Uhr und abschlie├čend bei der Jahrestagung der DeGEval in Magdeburg, bei der der Leitfaden im Arbeitskreistreffen nochmals reflektiert wird. Interessierte wenden sich an Karin Grasenick (Sprecherin des AK Gender Mainstreaming), um den Link zum Dokument und zu den Online-Meetings zu erhalten.

>> Mail an Karin Grasenick: karin.grasenick-at-convelop.at