DeGEval-Nachwuchspreis 2026 für Marcellina Schmidt!
Preisverleihung im Rahmen der 29. DeGEval-Jahrestagung in Frankfurt am Main

Ziel des Preises ist es, jährlich eine:n Nachwuchsevaluator:in auszuzeichnen, um so herausragende Evaluationen und Engagement in der deutschsprachigen Evaluationscommunity sichtbar zu machen und zu würdigen. Aus Sicht der DeGEval soll dieser Preis sowohl die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Evaluation insgesamt hervorheben als auch der Nachwuchsförderung dienen.
Institutionen und erfahrene Evaluator:innen waren aufgerufen, herausragende Evaluator:innen für den Nachwuchspreis zu nominieren. Die Einreichungen wurden von einer Jury anhand eines vorgegebenen Kriterienrasters bewertet und in einer Jurysitzung diskutiert. Für den Nachwuchspreis 2026 wurden insgesamt drei Evaluatorinnen nominiert. Bei allen Nominierungen handelt es sich um engagierte Evaluatorinnen, die herausragende Evaluationen durchführen. Die Jury hat sich einstimmig entschieden, mit dem DeGEval-Nachwuchspreis 2026 Marcellina Schmidt auszuzeichnen.
Marcellina Schmidt hat Sozialwissenschaften studiert und 2022 einen Master of Arts in Development Management an der Ruhr-Universität Bochum erworben. Sie hat 2022 ihre Tätigkeit am DEval aufgenommen und stieg damit in das Feld der Evaluation ein. Sie war bislang in folgende Evaluierungen des DEval eingebunden: „Menschenrechte in der deutschen Evaluierungspolitik (Teil 2)“, „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ und die noch laufende Evaluation „Feministische Entwicklungspolitik“.
Marcellina Schmidt trägt durch ihr Wissen zum aktuellen Stand der Wissenschaft und zum Stand der Evaluation in diesen Themenbereichen maßgeblich zur wissenschaftlichen und praxisbezogenen Fundierung der Evaluierungen bei. Diese Beiträge werden bei der Formulierung der Fragestellungen wie auch in der Phase der Konzeption und des Designs der Evaluierungen sichtbar.
Ein besonders bemerkenswertes Produkt erarbeitete Marcellina Schmidt gemeinsam mit der International Initiative for Impact Evaluation (3ie). Sie war dabei für die Konzeption und steuernde Umsetzung einer Evidenzkarte zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte, die mehr als 1.000 Studien umfasst, federführend verantwortlich. Durch die Evidenzkarte konnten die Ergebnisse einer großen Zahl von Evaluierungen für die systematische Nachnutzung zugänglich gemacht werden.
Der Evaluationszugang von Marcellina Schmidt zeichnet sich durch einen evidenzbasierten, partizipativen und reflexiven Zugang aus, in dem es ihr gelingt, die professionelle Einbindung der Perspektive von Rechteinhabenden im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit mit einem klaren menschenrechtskonformen Verständnis und der Reflexion der eigenen Rolle als Evaluatorin zu verbinden. Darüber hinaus arbeitet sie sich auch in aktuelle Evaluierungsmethoden – wie das kausale Process Tracing – ein und verantwortet die Umsetzung dieser Methodik in der Evaluierung zur feministischen Entwicklungspolitik.
Marcellina Schmidt bringt sich auch in die Evaluierungscommunity ein. Sie ist am DEval in einer aktiven Gruppe engagiert, die das Thema „Menschenrechte und Gender in Evaluierungen“ am DEval bearbeitet und voranbringt. Darüber hinaus gewinnt Marcellina Schmidt durch Publikationen und Vorträge – insbesondere zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Menschenrechtsevaluation – zunehmend Sichtbarkeit in der Evaluierungscommunity. Sie trägt damit zu einer Vernetzung zwischen der Evaluierung und der Menschenrechtscommunity bei und positioniert sich als Botschafterin für die konkreten Evaluierungen, aber auch für Evaluierung allgemein.
Aufgrund der herausragenden Qualität ihrer Evaluationen, ihrer Präsenz und ihres Engagements in der Evaluierungscommunity geht der diesjährige 20. DeGEval-Nachwuchspreis an Marcellina Schmidt. Wir freuen uns auf ihre künftigen Beiträge zur Evaluationsforschung und Evaluationscommunity und gratulieren herzlich!
Die Jury des Nachwuchspreises der DeGEval e.V. 2026
Antje Gansewig[1], Anja Ihlenfeldt[2], Katharina Klockgether[3], Nadja Legrum-Khaled[4], Swantje Paar[5] und Angela Wroblewski[6]
[1] Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
[2] Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Eschborn
[3] Univation – Institut für Evaluation, Köln
[4] Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
[5] Hochschule Bielefeld, University of Applied Sciences and Arts (HSBI), Bielefeld
[6] Institut für Höhere Studien (IHS), Wien
