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DeGEval Preise

DeGEval Nachwuchspreisträgerin 2018

Laudatio

Der DeGEval Nachwuchspreis wird auf der diesjährigen, 21. Jahrestagung der DeGEval in Dresden zum inzwischen 12. Mal vergeben. Ziel des Preises ist es, jährlich eine Nachwuchsevaluatorin / einen Nachwuchsevaluator oder auch eine Gruppe von Nachwuchsevaluatoren und Nachwuchsevaluatorinnen auszuzeichnen und damit eine herausragende Arbeit im Bereich Evaluation im deutschsprachigen Raum zu würdigen. Aus Sicht der DeGEval soll dieser Preis die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Evaluation sowie der Nachwuchsförderung insgesamt hervorheben, der sich die DeGEval in besonderem Maße verpflichtet fühlt.

Für den Nachwuchspreis 2018 wurden insgesamt fünf Beiträge eingereicht: zwei Dissertationen, eine Masterarbeit und zwei Praxisarbeiten. Die Entscheidung war wie so oft keine einfache. Schließlich hat sich die Jury für die Masterarbeit entschieden, die sie auch deshalb so überzeugt hat, weil sie weit über die Ansprüche an eine Maserarbeit hinausgeht.

In der Arbeit wird untersucht, welche Bedeutung Evaluation als Policyinstrument auf kommunaler Ebene hat und damit eine sehr interessante Forschungslücke behandelt. Es gibt bisher noch keine Arbeiten, die sich mit dem Zusammenspiel verschiedener evaluativer Instrumente innerhalb einer Kommune beschäftigen. Die ausgezeichnete Masterarbeit untersucht dies am gewählten Fall der Stadt Köln und trägt damit in beeindruckender Weise zur Weiterentwicklung der Evaluationspraxis im deutschsprachigen Raum bei.

Einen besonderen Mehrwert für die Evaluierungscommunity stellt dabei das im Rahmen der Arbeit entwickelte Analyseraster dar, um die Relevanz von Evaluierungen zu erfassen. Es ermöglicht die systematische Einschätzung der Bedeutung von Evaluierung auch wenn die entsprechende Daten- und Informationslage stark begrenzt ist, was am Beispiel der Stadt Köln sehr eindrücklich gezeigt wird.
Die Arbeit sticht sowohl in der Herleitung des Ansatzes als auch in dessen methodischer Umsetzung hervor. Die Triangulation verschiedener Methoden und Perspektiven sowie der Umfang der innerhalb der Arbeit erhobenen und analysierten Daten sind beeindruckend, ebenso wie die abschließend praxisnah, realistisch und präzise formulierten Empfehlungen an die Stadt Köln.

Die Autorin leistet mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur systematischen Einschätzung der Bedeutung von Evaluierung in Kommunen, der sich jedoch auch auf andere Anwendungsbereiche außerhalb der Kommunalpolitik übertragen lässt.

Damit geht der diesjährige 12. DeGEval Nachwuchspreis 2018 an Frau Barbara Flatters für ihre Masterarbeit mit dem Titel „The Relevance of Evaluation in German Minicipalities“. Wir gratulieren Frau Flatters ganz herzlich zu dieser hervorragenden Forschungsarbeit und hoffen auf zahlreiche weitere Beiträge von ihr zur Praxis und Theorie der Evaluation.

Wir freuen uns, auch in diesem Jahr den Preis wieder an eine Masterarbeit vergeben zu können und hoffen damit auch weitere Studierende für eine Einreichung ihrer Masterarbeiten für den nächstjährigen DeGEval Nachwuchspreis zu motivieren.

Herzlichen Glückwunsch an Frau Flatters!

Die Jury des Nachwuchspreises 2018
Edith Halves, Christiane Kerlen, Philipp Mayring, Jessica Prigge, Sonja Sheikh, Kerstin Wilhelm, Brigitte Wotha

Zuletzt geändert: 20. September 2018

DeGEval Nachwuchspreis 2018

DeGEval-Nachwuchspreis
zur Auszeichnung von Beiträgen
zur Evaluationsforschung oder Evaluationspraxis


Der Preis wird einmal jährlich für eine herausragende Arbeit im Bereich Evaluation im deutschsprachigen Raum an eine Nachwuchsevaluatorin/einen Nachwuchsevaluator oder eine Gruppe von Nachwuchsevaluatorinnen/Nachwuchsevaluatoren vergeben (bei Gruppenarbeiten muss die Gesamtgruppe aus Nachwuchsevaluatorinnen/Nachwuchsevaluatoren bestehen). Die prämierte Arbeit soll einen fundierten Beitrag zur fachlichen und professionellen Weiterentwicklung von Evaluation leisten. Einschlägig sind sowohl Beiträge zur Theorie und Methodik der Evaluation (Referierte Zeitschriftenartikel, Dissertationen Masterarbeiten) als auch beispielhafte Evaluationsberichte.


Die Höhe des Preisgeldes beträgt Euro 1.000,-
Die Vergabe des Preises erfolgt im Rahmen der 21. Jahrestagung der DeGEval


Die DeGEval dankt dem Waxmann Verlag, der durch eine Spende das bisherige Preisgeld verdoppelt hat. Eine zusätzliche Ehrung erfolgt über eine Meldung in der Zeitschrift für Evaluation (ZfEv) und auf der Homepage der DeGEval. Ein Abstract der Arbeit wird in der ZfEv veröffentlicht. Weitere Formen der Veröffentlichung, z.B. als Originalartikel in der ZfEv oder als Download auf der Internetseite der DeGEval werden mit der Preisträgerin/dem Preisträger bzw. den Preisträgern/Preisträgerinnen vereinbart.

Jeder Bewerbung müssen zwei einseitige schriftliche Befürwortungen renommierter Evaluatorinnen/Evaluatoren beiliegen. Alternativ kann eine der beiden Befürwortungen auch von einer Auftraggeberin/einem Auftraggeber erstellt werden. Zum Zeitpunkt der Preisverleihung soll die Preisträgerin/der Preisträger bzw. die Preisträger/Preisträgerinnen das 38. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und keine Lebenszeitprofessur oder vergleichbare Position innehaben.

Einreichungen werden bis zum 15. Juli des jeweiligen Jahres erbeten. Sie sollen – neben der vorgeschlagenen Arbeit – ein Schriftenverzeichnis und Curriculum Vitae der vorgeschlagenen Person/Personen enthalten. Im Falle der Fremdnomination soll auch ein Curriculum Vitae der vorschlagenden Person beigelegt werden. Die Vorschläge sind per E-Mail zu richten an: info@degeval.de.

Die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers bzw. der Preisträger/Preisträgerinnen erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges durch eine Jury sowie den Vorstand der DeGEval auf Basis folgender Bewertungskriterien:


A) Wissenschaftliche Arbeit (Dissertation, wissenschaftliche Artikel über Evaluation)
- Bearbeitung und Weiterentwicklung von innovativen Themenfeldern der Evaluation
- Theoretische Fundierung sowie Weiterentwicklung theoretisch-konzeptioneller Diskussionslinien
- Nachvollziehbar sinnvolle Verknüpfung von theoretischen und empirischen Ansätzen
- Kritische Reflexion / Diskussion der Ergebnisse samt ihrer Aussagekraft mit explizitem Rückbezug auf die aktuelle wissenschaftliche Diskussion
- Eigenständige Vorschläge zur Weiterentwicklung theoretischer und/oder praxisorientierter Ansätze

B) Qualifikationsarbeit (Masterarbeit)
- Bearbeitung von relevanten Fragestellungen der Evaluation oder eines Evaluationsgegenstandes
- Darstellung theoretisch-konzeptioneller Diskussionslinien
- Nachvollziehbarkeit der methodischen Umsetzung der Untersuchung
- Darstellung der Relevanz der Ergebnisse für die wissenschaftliche Diskussion oder den Evaluationsgegenstand
- kritische Reflexion / Diskussion der erzielten Ergebnisse und ihrer Aussagekraft

C) Praxisarbeit (Evaluationsbericht, Fachaufsatz über eine Evaluierung)
- Verknüpfung wissenschaftlicher Qualität mit Relevanz für Evaluationsgegenstand oder -feld
- Nutzbarmachung von Evaluationsansätzen/-theorien und Methodologie für die Praxis
- Klarer methodischer Zugang und adäquater Methodeneinsatz
- Reflexion der Ergebnisse sowie ein klarer Rückbezug auf theoretisch-konzeptionelle Grundlagen
- nachvollziehbar systematische Bewertung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der DeGEval (E-Mail: info@degeval.de; Tel.: +49 6131 / 39-26869).

Die aktuelle Ausschreibung können Sie sich hier im PDF-Format herunterladen.

Zuletzt geändert: 29. Juni 2018