Aktuelles
im AK FTI
Einladung für Beiträge und zum Frühjahrsworkshop des AK Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der DeGEval e.V. im Juni 2026
Monitoring und Evaluation von FTI-Politikmaßnahmen mit innovativen KI-Anwendungen – Chancen für Projektträger, Evaluator:innen und Auftraggebende?
- Termin: Dienstag, 9. Juni 2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr
- Ort: Virtuell
- Einreichungsfrist für Beiträge: Freitag, 30. April 2026
Zielgruppe: Vertreter:innen aus der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik: Bundes- und Landesministerien, Projektträger, Forscher:innen und Evaluator:innen, Beratungseinrichtungen und Think Tanks im FTI-Bereich
Erstkontakt für diesen Workshop: Peter Kaufmann, KMU Forschung Austria, p.kaufmann@kmuforschung.ac.at; +43 1 505 97 61 - 31
Hintergrund und Motivation
Künstliche Intelligenz verändert die Möglichkeiten wissenschaftlicher Analyse grundlegend – und damit auch die Praxis der Evaluation. KI-Werkzeuge erschließen neue Datenquellen und eröffnen methodische Horizonte: von der Auswertung großer Textmengen über die automatisierte Codierung qualitativer Daten bis hin zu machine-learning-basierter Kausalinferenz. Gleichzeitig werfen sie grundlegende Fragen zu Validität, Transparenz und ethischen Standards auf.Die Evaluationspraxis im Bereich der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik (FTI) steht dabei vor spezifischen Herausforderungen: Förderprogramme sind komplex, Wirkungsketten schwer messbar, Daten fragmentiert – und der Bedarf an belastbarer, zeitnaher Evidenz wächst. Evaluierende stehen unter zunehmendem Druck, mit begrenzten Ressourcen größere Datenmengen auszuwerten und kürzere Berichtszyklen zu bedienen, ohne an methodischer Qualität einzubüßen.Vor diesem Hintergrund gewinnen KI-basierte Werkzeuge – von Large Language Models über automatisierte Analysetools bis hin zu intelligenten Monitoring-Systemen – auch für Projektträger zunehmend an Relevanz. Erste Anwendungen sind bereits erprobt, viele Fragen bleiben jedoch offen: Welche Qualitätsstandards gelten? Wie lässt sich Bias erkennen und kontrollieren? Welche Rolle spielen menschliche Expertise und institutionelle Rahmenbedingungen?Im Mittelpunkt stehen sowohl qualitative als auch quantitative Anwendungsfälle sowie deren Schnittstellen. Dieses Thema wurde auch in der kürzlich durchgeführten Befragung von AK-Mitgliedern am höchsten gereiht. Wir freuen uns auf Beiträge, die konkrete Erfahrungen aus laufenden oder abgeschlossenen Evaluationsprojekten teilen, neue Werkzeuge und Ansätze vorstellen oder kritisch-reflexiv die Grenzen und Risiken des KI-Einsatzes in der Evaluationsforschung diskutieren.
Leitfragen des Workshops
Der Workshop widmet sich insbesondere folgenden übergreifenden Leitfragen:Welche Einsatzmöglichkeiten für KI-Technologien ergeben sich im Rahmen von Monitoring und Evaluationen im FTI-Politikfeld? Welche wurden und werden bereits umgesetzt?Welche Formen von Evidenz und Datennutzung werden durch KI neu möglich – und welche Grenzen bestehen weiterhin?Was wird aktuell im Monitoring von Projektträgern eingesetzt? Wie verschieben sich dadurch die Grenzen zwischen Monitoring und Evaluation?
Beispielhafte Themen und methodische Ansätze
Die nachfolgenden Themenfelder sind als Anregung zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:KI-gestützte Inhaltsanalyse und qualitative DatenauswertungMachine Learning in der Wirkungsmessung und KausalanalyseNeue Daten anhand von KI verfügbar machen und synthetische DatenAutomatisierung von Prozessschritten in der EvaluationTransparenz, Nachvollziehbarkeit und QualitätsstandardsMixed-Methods und KI: Triangulation qualitativer und quantitativer AnsätzeKI im Fördermanagement und Monitoring von ProjektträgernAutomatisierte Berichtsauswertung und Wissensmanagement in FörderorganisationenUnstrukturierte Daten als frühzeitige Evidenzquelle im MonitoringKI-gestützte Programmsteuerung und strategische Planung
Format und Ablauf der Veranstaltung
Die Frühjahrstagung des AK FTI wird als virtuelles Halbtagsformat durchgeführt und ist auf vier Stunden angelegt. Das Programm wird aus einer Kombination von Kurzpräsentationen, moderierten Diskussionen und offenen Austauschrunden bestehen. Wir streben ein interaktives Format an, das ausreichend Raum für Diskussion, Fragen und den informellen Austausch zwischen den Teilnehmenden bietet.Die Präsentationszeit je Beitrag beträgt in der Regel 15-20 Minuten plus einer Diskussionsrunde. Auch kürzere Impulsreferate im Format von 5-7 Minuten sind speziell bei diesem Thema im Sinne einer Reflexion auf Metaebene möglich und willkommen.
Einreichung von Beiträgen
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Beiträge in einem der folgenden Formate zu übermitteln:Abstract (ca. 300–500 Wörter): Kurze Beschreibung des geplanten Beitrags mit Angaben zu Thema, Fragestellung, methodischem Vorgehen und zentralen Ergebnissen oder Thesen.PowerPoint-Präsentation: Vorabversion der geplanten Präsentation, gerne auch als Work-in-Progress.Bericht oder Paper: Längere Ausarbeitung, aus der ein Präsentationsbeitrag entwickelt wird.Projektbeschreibung: Kurze Beschreibung eines laufenden Projekts oder einer geplanten Studie, über die berichtet werden soll.Auch Work-in-Progress-Beiträge und vorläufige Ergebnisse sind ausdrücklich willkommen. Der Workshop versteht sich als Diskussionsforum, nicht als Publikationsplattform: Es geht um den offenen Austausch von Ideen, Erfahrungen und offenen Fragen.
Bitte senden Sie Ihren Beitrag bis spätestens Freitag, den 30. April 2026 an: p.kaufmann@kmuforschung.ac.at
Die vollständige Agenda der Frühjahrstagung wird am 2. Juni 2026 per E-Mail an alle registrierten Mitglieder des AK-FTI versendet.
