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Aktuelles

AK-Session auf der DeGEval-Jahrestagung 2020: Evaluationen in der Stadtentwicklung: Viele Akteur*innen, eine Sprache?

(Moderation: Patricia Berndt, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Berlin, Co-Moderation: Moritz Maikämper, BTU Cottbus–Senftenberg/ RWTH Aachen)

Auf der diesjährigen Jahrestagung wird es auch eine eigene Session des AK Stadt- und Regionalentwicklung geben. Die Session zu „Evaluationen in der Stadtentwicklung: Viele Akteur*innen, eine Sprache?“ findet Donnerstag, 17.9.2020 statt, von 16:15 bis 17:45 Uhr

Sessionbeschreibung

In der Session werden Herausforderungen zur Verständigung und Sprache in Evaluationsprozessen der Stadtentwicklung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Es gibt drei Vorträge, an die sich eine gemeinsame Diskussion anschließt. Zur Vorbereitung der Session gab es einen Call des AK, der den allgemeinen Call zur Jahrestagung themenspezifisch ergänzt hat. Die Session wird drei Beiträge miteinander verknüpfen, die im Rahmen dieses Calls eingegangen sind:

Lost in Translation – Über die (Un-)Möglichkeit einer Fachsprache der Evaluation (Moritz Maikämper (BTU Cottbus–Senftenberg/RWTH Aachen)

Evaluation verfügt über ein etabliertes Fachvokabular. Verschiedene Glossare unterstützen die Orientierung. Der Verständigung in Wissenschaft und Praxis hilft das jedoch nur bedingt: Verschiedene Begriffsverständnisse stehen fortdauernd neben-, teils gegeneinander. Der Vortrag stellt am Beispiel von Beteiligungsprozessen in der Stadtentwicklung Begriffe der Evaluierungsliteratur und -praxis gegenüber. Mithilfe einer Katalogisierung werden Herausforderungen für ein standardisiertes Fachvokabular illustriert. Darauf aufbauend werden Vorschläge für eine fachbezogene Verständigung erarbeitet.

Evaluation in der Transformation: Multilaterale Verständigungsprozesse im Feld des Wandels der Mobilität. Das Beispiel des städtischen Handlungsprogramms IHFEM in München (Antonia Bourjau (STUDIO | STADT | REGION, München)

Das Münchner Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität (IHFEM) wird aktuell auf Basis einer Prozessevaluation weiterentwickelt und fortgeschrieben. Die Evaluation ist wesentlicher Moment der gemeinsamen Verständigung am Programm beteiligter und davon angesprochener Akteur*innen über Schnittstellen, Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten. Der Vortrag fokussiert die Iteration zwischen Evaluation und Konzeptentwicklung sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses des Evaluationsgegenstands. Die angesprochenen Akteur*innen aus städtischen Referaten und relevanten Zielgruppen des Programms können sowohl bewertend als auch gestaltend auftreten.

Wie können Evaluationsergebnisse eines Demokratieförderprogramms des Bundes für Kommunen nutzbar gemacht werden? (Diana Zierold, Dr. Maren Zschach (DJI, Halle an der Saale))

Der Vortrag zeigt auf, wie Evaluationsergebnisse von Modellprojekten der Radikalisierungsprävention für Stadt- und Regionalentwicklung nutzbar gemacht werden könnten und sollten: Wer kann Adressat*in über die Modellprojekte hinaus sein? Wie müssen die Ergebnisse aufbereitet werden, um sie für Politik, Sozialarbeit, Verwaltung, Zivilgesellschaft vor Ort interessant und anschlussfähig zu machen? Welche Bedarfe haben die Projektumsetzenden mit Blick auf kommunale Entwicklungen? Wie kann die Evaluation die Bedürfnisse der regionalen Akteur*innen außerhalb des Programms einbinden?

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion!

Zuletzt geändert: 20. August 2020
  • Moritz Maikämper
    Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung
    Doktorand Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
    E-Mail: moritz.maikaemper@b-tu.de

  • Patricia Berndt
    S·T·E·R·N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH
    Straßburger Straße 55
    10405 Berlin
    Tel.: +49 30 443636-91
    E-Mail: berndt.patricia@stern-berlin.de