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Aktuelles

Online-Austausch des AK Stadt- und Regionalentwicklung der DeGEval

Neue Reihe des AK startet im Dezember 2020

Nach dem fruchtbaren Austausch auf der diesjährigen Jahrestagung der DeGEval möchten wir den Schwung nutzen und noch in diesem Jahr mit einem ersten Termin für ein virtuelles Treffen des AK Anfang Dezember starten. Anfang Januar und Anfang Februar gibt es bereits weiteren Termine des Online-Austausches, die bereits das große Themenspektrum unseres AKs widerspiegeln.

Termin

Thema

Dienstag, 8.Dezember 2020

16-17 Uhr

Towards an Integrated Heritage Impact Assessment in the Context of Sustainable Urban Development (Vortrag in Englisch)

(Baharak Seyed Ashrafi, Doktorandin an der RWTH Aachen und Wissenschaftliche Mitarbeiterin  an der Hochschule RheinMain | Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen)

Heritage Impact Assessment (HIA) has recently emerged as an assessment instrument in heritage management and conservation. This research study aims to develop an integrated and systematic methodology of HIA specified to cultural heritage properties exposed to potential threats from new constructions and urban development projects. In fact, an interdisciplinary literature review and document analysis will be conducted to develop a theoretical methodology of HIA specified to the urban development impacts. How the evaluation theory can be applied for reviewing and analysing different methods (of HIA) in order to develop a HIA methodology?

Dienstag, 12.Januar 2021

16-17 Uhr

Evaluation der Leitlinien der Bürgerbeteiligung in Bonn

(Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt, Professor Stadt- und Regionalforschung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn | Geographische Institut)

Dienstag, 09. Februar 2021

16-17 Uhr

Wirkungsevaluation von Familienangeboten

(Jagoda Motowidlo, Koordinierungsstelle Familie, Stadt Wolfsburg)

Die Arbeit in Sozialräumen hat sich als wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung herauskristallisiert. An dieser partizipieren nicht nur zunehmend diverse Institutionen eines Sozialraums, auch die Verwaltung bringt sich aktiv in diesen Bereich ein. Im vorliegenden Fall werden Angebote für Familien, die sich in sozialbenachteiligten Lebenslagen befinden, von der Verwaltung konzipiert, evaluiert und gesteuert.

Zum einen kreuzen sich dabei Logiken der Verwaltung, der Evaluation und der Träger, welche die Maßnahmen im Sozialraum letztendlich durchführen. Zum anderen sind alle - durch Corona bedingt - mit extrem dynamischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Für die Evaluation bedeutet dies, permanent mit einem sehr agilen Forschungsfeld umzugehen und die eigene Forschungspraxis dementsprechend anzupassen. Der Fokus des Beitrags bildet sowohl die Beobachtungen der verschiedenen Logiken als auch die eines dynamischen Forschungsfeldes.

Wir planen ein einstündiges Online-Format, mit einem 20-minütigen Input und anschließender Diskussion. Bei dem Format wird der Kreis der Teilnehmenden eher eine kleine Runde mit Personen aus Wissenschaft und Evaluationspraxis umfassen. Haben Sie Lust, sich daran zu beteiligen, freuen wir uns über Ihre Anmeldung per E-Mail an ak-stadt-regionalentwicklung@degeval.org  (ab sofort für alle Termine möglich). Sie können die Einladung auch gerne an potentiell Interessierte weiterleiten.

Anmeldefrist für den ersten Termin am 8.Dezember 2020 ist spätestens bis zum 3.12.2020 (mit der Teilnahme-Bestätigung werden die technischen Informationen/Einwahldaten bekannt gegeben, ca. 3 Tage vor dem Termin per Mail)

Haben Sie selbst Interesse, eines Ihre Projekte vorzustellen? Gerne nehmen wir auch bereits jetzt Interessensbekundungen für das Jahr 2021 entgegen. Der Input kann etwa bestehen aus dem Bericht einer durchgeführten Evaluation, der Schilderung einer Konzeption oder auch konkreten Anliegen und Herausforderungen in Evaluationsvorhaben in der Stadt- oder Regionalentwicklung. Wir freuen uns, Schritt für Schritt weitere Interessierte zu gewinnen. Bei Interesse können wir uns gern telefonisch näher austauschen (Kontakt siehe unten).

Wir hoffen, dass das neue Format auf reges Interesse trifft und freuen uns auf Ihre Anmeldung und einen breiten Austausch.

Zuletzt geändert: 18. November 2020

AK-Session auf der DeGEval-Jahrestagung 2020: Evaluationen in der Stadtentwicklung: Viele Akteur*innen, eine Sprache?

(Moderation: Patricia Berndt, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Berlin, Co-Moderation: Moritz Maikämper, BTU Cottbus–Senftenberg/ RWTH Aachen)

Auf der diesjährigen Jahrestagung gab es auch eine eigene Session des AK Stadt- und Regionalentwicklung zu „Evaluationen in der Stadtentwicklung: Viele Akteur*innen, eine Sprache?“

Sessionbeschreibung

In der Session wurden Herausforderungen zur Verständigung und Sprache in Evaluationsprozessen der Stadtentwicklung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Es gab drei Vorträge, an die sich eine gemeinsame Diskussion anschloß. Zur Vorbereitung der Session gab es einen Call des AK, der den allgemeinen Call zur Jahrestagung themenspezifisch ergänzt hat. Die Session hat drei Beiträge miteinander verknüpft, die im Rahmen dieses Calls eingegangen sind:

Lost in Translation – Über die (Un-)Möglichkeit einer Fachsprache der Evaluation (Moritz Maikämper (BTU Cottbus–Senftenberg/RWTH Aachen)

Evaluation verfügt über ein etabliertes Fachvokabular. Verschiedene Glossare unterstützen die Orientierung. Der Verständigung in Wissenschaft und Praxis hilft das jedoch nur bedingt: Verschiedene Begriffsverständnisse stehen fortdauernd neben-, teils gegeneinander. Der Vortrag stellt am Beispiel von Beteiligungsprozessen in der Stadtentwicklung Begriffe der Evaluierungsliteratur und -praxis gegenüber. Mithilfe einer Katalogisierung werden Herausforderungen für ein standardisiertes Fachvokabular illustriert. Darauf aufbauend werden Vorschläge für eine fachbezogene Verständigung erarbeitet.

Evaluation in der Transformation: Multilaterale Verständigungsprozesse im Feld des Wandels der Mobilität. Das Beispiel des städtischen Handlungsprogramms IHFEM in München (Antonia Bourjau (STUDIO | STADT | REGION, München)

Das Münchner Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität (IHFEM) wird aktuell auf Basis einer Prozessevaluation weiterentwickelt und fortgeschrieben. Die Evaluation ist wesentlicher Moment der gemeinsamen Verständigung am Programm beteiligter und davon angesprochener Akteur*innen über Schnittstellen, Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten. Der Vortrag fokussiert die Iteration zwischen Evaluation und Konzeptentwicklung sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses des Evaluationsgegenstands. Die angesprochenen Akteur*innen aus städtischen Referaten und relevanten Zielgruppen des Programms können sowohl bewertend als auch gestaltend auftreten.

Wie können Evaluationsergebnisse eines Demokratieförderprogramms des Bundes für Kommunen nutzbar gemacht werden? (Diana Zierold, Dr. Maren Zschach (DJI, Halle an der Saale))

Der Vortrag zeigt auf, wie Evaluationsergebnisse von Modellprojekten der Radikalisierungsprävention für Stadt- und Regionalentwicklung nutzbar gemacht werden könnten und sollten: Wer kann Adressat*in über die Modellprojekte hinaus sein? Wie müssen die Ergebnisse aufbereitet werden, um sie für Politik, Sozialarbeit, Verwaltung, Zivilgesellschaft vor Ort interessant und anschlussfähig zu machen? Welche Bedarfe haben die Projektumsetzenden mit Blick auf kommunale Entwicklungen? Wie kann die Evaluation die Bedürfnisse der regionalen Akteur*innen außerhalb des Programms einbinden?

Wir danken allen Referierenden und den Teilnehmenden der Session für Ihre Teilnahme und spannende Diskussion!

Zuletzt geändert: 23. October 2020

E-Mail Sprecher*innenteam:
ak-stadt-regionalentwicklung@degeval.org

Moritz Maikämper
Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung
Wissenschaftlicher Angestellter
Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung
RWTH Aachen University

 

Patricia Berndt

Dipl.-Geogr., M.Eval.
S·T·E·R·N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH
Straßburger Straße 55
10405 Berlin
Tel.: +49 30 443636-91