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Linz 2020

23. Jahrestagung der DeGEval

Kommunikation: Verständigung und Sprache in der Evaluation

23. Jahrestagung 2020 der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V.
vom 16. bis 18. September 2020 in Linz
Lokale Organisation: Pädagogische Hochschule Oberösterreich

 

„Evaluation kann nicht nicht kommunizieren“ könnte man in Abwandlung eines bekannten Axioms der Kommunikationstheorie feststellen. Schließlich ist gelingende Kommunikation eine unverzichtbare Voraussetzung in allen Phasen von Evaluationen. Sei es bei der Zweck- und Auftragsklärung, der Einbeziehung von Beteiligten und Betroffen, der Datenerhebung im Feld oder der Ergebnisvermittlung und Nutzbarmachung – bei all diesen und vielen weiteren Evaluationsaktivitäten ist das wechselseitige Verstehen ein elementarer Erfolgsfaktor. Da Kommunikation aber nicht immer gelingen muss, kommt es im Kontext von Evaluationen auch zu unterschiedlichen Deutungen oder zu Missverständnissen, z. B. von Ergebnissen. Auch damit muss umgegangen werden.

Einen hohen Stellenwert hat dabei die Sprache, mittels der in und über Evaluationen kommuniziert wird. Angesprochen sind damit einerseits Aspekte der sprachlichen Variabilität wie die Angemessenheit für unterschiedliche Adressatinnen und Adressaten oder nichttextuelle Mittel wie Visualisierungen. Anderseits wird hiermit die professionstheoretisch hoch relevante Frage der Fachsprache der Evaluation aufgeworfen.

Kommunikation ist vor diesem Hintergrund das zentrale Thema der 23. Jahrestagung der Gesellschaft für Evaluation:

  • Kommunikation im Evaluationsprozess

    • Was sind Erfolgsfaktoren der Kommunikation mit Auftraggebenden und anderen Beteiligten und Betroffenen? Wie kann in Evaluationsprozessen gute und verständigungsorientierte Kommunikation gelingen?
    • Wie gelingt das Erwartungsmanagement bezüglich Evaluationen, wie kann die Akzeptanz von Evaluation gestärkt und wie können Konflikte kommunikativ vermieden oder gelöst werden?
    • Welchen Beitrag leistet die Kommunikation mit Datengebenden für die Datenqualität in Evaluationen?
    • Wie können der Evaluation das Erfassen und Verstehen der Handlungen der Stakeholder und deren Sichtweisen auf den Evaluationsgegenstand gelingen?

  • Berichterstattung und Nutzbarmachung von Evaluationsergebnissen

    • Wie kann die Berichterstattung hinsichtlich ihrer Verständlichkeit und Nützlichkeit optimiert werden?
    • Welche alternativen Berichtsformen und Kommunikationswege können für Evaluationen genutzt werden? Welches Potenzial digitaler Medien liegt bisher brach?
    • Wie kann die Evaluation aktuelle Trends der Datenvisualisierung und interaktiver Berichtsformen, wie sie z. B. im digitalen Datenjournalismus etabliert sind, besser nutzen?

  • Fachsprache der Evaluation

    • Inwiefern verfügt Evaluation über ein standardisiertes Fachvokabular, das ähnlich wie in den etablierten Professionen als gemeinsame Basis allen fachlichen Austauschs dient?
    • Ist eine Standardisierung überhaupt erstrebenswert oder realistisch, angesichts der Vielfältigkeit der Evaluationspraxis in den unterschiedlichen Handlungsfeldern?
    • Welche Anforderungen müsste eine Fachsprache erfüllen? Inwiefern genügen aktuelle Glossare wie z. B. das der DeGEval-Standards für Evaluation diesen Anforderungen?

  • Kommunikation über Evaluation

    • Welchen Stellenwert hat Evaluation in und für politische und gesellschaftliche Diskurse erlangt?
    • Wie lässt sich Verwässerung oder Missdeutungen der Begriffe „Evaluation“ und „Evaluieren“ in gesellschaftlichen und organisationalen Diskursen entgegenwirken?
    • Welchen Beitrag kann Evaluation dazu leisten, evidenzbasierte und wertebasierte Diskurse zusammenzuführen?

Zuletzt geändert: 30. October 2019