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Dokumentation

Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung

Hier können Sie die Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung abrufen. Wir danken allen Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern, die an der Befragung teilgenommen haben!

Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung 2008

Zuletzt geändert: 22. Mai 2017

Tagungsprogramm

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Zuletzt geändert: 22. Mai 2017

Fotodokumentation

Eröffnung und Keynote

Preisverleihung

Impressionen von Klagenfurt

Laudatio DeGEval-Medienpreis 2008

Ausgezeichnet wurde Herr Dr. Tanjev Schultz für seine vielfältigen journalisti-schen Beiträge zum Nutzen und die Anwendungsbereiche von Evaluationen in der Süddeutschen Zeitung in 2007/2008.

Im Folgenden wird die Laudatio, gehalten von Prof. Dr. Alexandra Caspari wie-dergegeben. Der Jury für den DeGEval-Medienpreis 2007 gehörten neben Alexan-dra Caspari auch Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel, Vorstandsvorsitzende der DeGEval, Elisabeth Nöstlinger, Wissenschaftsjournalistin im ORF-Hörfunk, sowie Christian Müller, Austria Presse Agentur, an.


» Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich wirklich sehr, heute zum zwei-ten Mal den DeGEval-Medienpreis im Namen der DeGEval vergeben zu dürfen. Der DeGEval-Medienpreis wurde ebenso wie der DeGEval-Nachwuchspreis im letzten Jahr aus Anlass des 10jährigen Jubiläums der DeGEval ins Leben gerufen. Der Medienpreis ist ein undotierter Preis, der einmal jährlich an eine Journalistin oder einen Journalisten oder ein Gruppe von JournalistInnen verliehen wird, die in einem deutschsprachigen Presse-, Hörfunk- oder TV-Medium einen oder mehrerer Beiträge zum Thema Evaluation veröffentlichten, welche geeignet sind, den Wissensstand der Öffentlichkeit zum Thema Evaluation und insbesondere zu Nutzen und Anwendungsbereichen von Evaluation zu erhöhen.
Wie Frau Spiel heute in Ihrer Begrüßung und auch gestern auf unserer Mitglie-derversammlung bereits erwähnt hatte, wurden in diesem Jahr bewusst auch Medi-envertreterInnen in die Jury gewählt. Der Jury für den diesjährigen DeGEval-Medienpreis gehörten an: Frau Elisabeth Nöstlinger, Wissenschaftsjournalistin im ORF-Hörfunk und Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjourna-listen Österreichs, Herr Christian Müller, Austria Presse Agentur, Leiter der Wis-senschafts- und Bildungsberichtserstattung und stellvertretender Vorsitzender des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten Österreichs, sowie Frau Christiane Spiel und ich.
Ich denke es verwundert Sie nicht, wenn ich Ihnen sage, dass wir auch in die-sem Jahr Probleme hatten, geeignete KandidatInnen für den DeGEval-Medienpreis zu finden. Obwohl die Ausschreibung mehrfach breit verschickt wurde, gab es keine Nominierungen. Daher mussten wir selbst recherchieren und sind dann aber erfreulicher Weise fündig geworden. Letztendlich hatten wir Artikel von acht Autorinnen und Autoren zu Auswahl vorliegen. Unsere Entscheidung fiel auf einen Autor – also diese Jahr ein männlicher Preisträger – der nicht einen sondern viele Beiträge, zwar nicht zum Thema Evaluation an sich dafür aber zum Nutzen und den Anwendungsbereichen von Evaluation in den Themenfeldern Schule und Hochschule in der Süddeutschen Zeitung veröffentlich hat – insgesamt acht Beiträge. Ich möchte Ihnen die entscheidenden Veröffentlichungen kurz vorstellen: Zum Themenbereich ‚Schule’ veröffentlichte der diesjährige Preisträger folgende Artikel:

1.    Im Dezember 2007: „Das pädagogische Hexagon. Gute Schulen müssen in sechs Disziplinen überzeugen – eine vielseitige Aufgabe“ (SZ, 10.12.2007). Ei-ne der sechs Disziplinen ist die Evaluierung der Schulleistung.
2.    Im Februar 2008: „Noten für alle. US-Lehrer sollen am Lernerfolg ihrer Schü-ler gemessen werden“ (SZ, 04.02.2008).
3.    Im Mai 2008: „Mehr Hilfe und unabhängige Inspektoren. Olaf Köller, Deutschlands oberster Testentwickler, über notwendige Schulreformen, die Weiterbildung von Lehrern und den Überdruss an Studien“ (SZ, 26.05.2008). Ein Interview mit Olaf Köller, Direktor des IQB, Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen.
4.    Im Juni 2008: „Vorbilder für eine gute Schule. Bündnis ‚Block über den Zaun’ schreibt an die Kultusminister“ (SZ, 02.06.2008). Ein Bericht über ein reform-pädagogisches Bündnis, das noch wenig bekannt ist: Dem ‚Blick über den Zaun’ (BüZ), dem derzeit 69 Schulen angehören, private wie staatliche, Ge-samtschulen wie Gymnasien und Grundschulen. Diese BüZ-Schulen „haben ei-ne lange Liste pädagogischer Standards entwickelt, deren Verwirklichung auch durch gegenseitige Hospitationen und Evaluationen gesichert werden soll. So wagen die Lehrer in einer Art peer review einen Blick über den Zaun ihrer eigenen Schule“.
5.    Ebenfalls im Juni 2008: „Entfesselt. Vom Uni-Reformer zum Privatier: Detlef Müller-Böling“ (SZ, 16.06.2008). Ein Beitrag zur Verabschiedung von Detlef Müller-Böling, langjähriger Leiter des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Auch zum Themenbereich ‚Hochschule und Forschung’ hat der diesjährige Preis-träger diverser Beiträge veröffentlicht. Insbesondere wurde immer wieder über die Arbeit des Wissenschaftsrates berichtet:

6.    Im November 2007: „Gutes Zeugnis. Gutachten bescheinigt IAB ‚ausgezeichnete Qualität’“ (SZ, 10.11.2007). Ein Beitrag über die Ergebnisse der Evaluation der Ressortforschung des IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg, durchgeführt vom Wissenschaftsrat im Auftrag der Bundesregierung.
7.    Im Dezember 2008: „Uni-Rankings. Schlecht, gut, exzellent. Rankings sind nicht totzukriegen. Selbst wer Listen der besten Universitäten ignoriert, weiß doch, dass sie von anderen ernst genommen werden. Um so wichtiger ist es, Güte und Grenzen verschiedener Rankings einzuschätzen“ (SZ, 19.12.2007). Hier wird die Pilotstudie des Wissenschaftsrates zu den Forschungsergebnissen deutscher Institute im Fach Chemie dargestellt.
8.    Und der letzte zu nennende Beitrag, veröffentlicht im April 2008: „Im Schweiße der Gutachter. Kein simples Ranking: Wissenschaftsrat bewertet Soziologen“ (SZ, 21.04.2008), zum Gutachten des Wissenschaftsrates über die Qualität deutscher Soziologie-Institute.

Der Preisträger des diesjährigen DeGEval-Medienpreises hat an der Freien Universität Berlin und an der Fern-Universität Hagen Philosophie, Psychologie, Politik-, Kommunikations- und Literaturwissenschaften studiert und mit einem Magister Artium abgeschlossen. Anschließend hat er an der Indiana University in Bloomington den Master of Arts ‚Journalism/Mass Communication’ erworben. Für vier Jahre hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, Institut für Politikwissenschaften und Institut für Interkulturelle und Internationale Studien in einem DFG-Projekt über Türken in Deutschland geforscht sowie Studien zur Migration und Globalisierung, zu politischen Theorien und politischen Kommunikation verfasst und in diesem Themenbereich 2006 promoviert. Der Berufswunsch ‚Journalist’ war offensichtlich von Beginn des Studiums an gegeben, denn bereits während seiner Studienzeit hat er diverse Beiträge in den Lübecker Nachrichten, Zitty, WDR, Spiegel, Tagesspiegel und der Berliner Zeitung veröffentlicht. Seit 2003 ist er Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung und derzeitiger innenpolitischer Redakteur mit dem Schwerpunkt Bildungspolitik, Schule und Hochschule.
LeserInnen der Süddeutschen Zeitung werden jetzt vielleicht schon den Namen des diesjährigen Preisträgers wissen: Ich freue mich außerordentlich, den DeGEval-Medienpreis 2008 für die vielfältigen journalistischen Beiträge zum Nutzen und die Anwendungsbereiche von Evaluationen in der Süddeutschen Zeitung in 2007/2008 an Herrn Dr. Tanjev Schultz überreichen zu dürfen!
Leider kann Herr Schultz heute nicht persönlich anwesend sein, da er nach China reisen musste. Er hat sich sehr über den Preis gefreut und lässt Ihnen allen herzliche Grüße ausrichten. Die DeGEval-Geschäftsstelle wird ihm den Preis nachträglich zukommen lassen. Ich hoffe, dass Herr Schultz weiterhin über die Ergebnisse von Evaluationen in der Süddeutschen Zeitung berichtet und vielleicht demnächst auch mal dezidiert zum Thema Evaluation einen Beitrag verfasst. Mit dieser Hoffnung übergebe ich das Wort an Uwe Schmidt, der den diesjährigen DeGEval-Nachwuchspreis überreichen wird. Vielen Dank! «

Zuletzt geändert: 23. Mai 2017