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20 Jahre Gender Mainstreaming und Evaluation - Session des AK GM bei der Jahrestagung 2017 in Mainz

Der AK Gender Mainstreaming reflektierte die Veränderungen, die durch Gender Mainstreaming ausgelöst wurden, sowie die Rolle der Evaluation im Kontext der Implementierung der Gender Mainstreaming Strategie im Kontext von Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Deutschland und von Arbeitsmarkt- und Hochschulpolitik in Österreich: was wurde erreicht, was bleibt zu tun?

Mit dem Vertrag von Amsterdam wurde 1997 die politische Strategie des Gender Mainstreamings für die Mitgliedsstaaten der EU verankert. Ziel von Gender Mainstreaming ist die Beseitigung geschlechtsspezifischer Disparitäten und Benachteiligungen durch die generelle Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in allen Politik- und Handlungsfeldern mit dem Ziel der Gleichstellung der Geschlechter. Die Umsetzung dieses Ziels bleibt nicht auf die Durchführung spezifischer Maßnahmen für Frauen beschränkt, sondern erfordert, dass politische Konzepte und Maßnahmen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Situation von Frauen und Männern bereits in der Planungsphase systematisch überprüft und die möglichen Auswirkungen bei der Umsetzung berücksichtigt werden.
Gender Mainstreaming ist daher auch in der Evaluation zu verankern. Dabei lassen sich zwei Aspekte des Gender Mainstreaming-Ansatzes unterscheiden. Zum einen meint Gender Mainstreaming in der Evaluation eine durchgängig gleichstellungsorientierte Zugangsweise in allen Evaluierungen. Um dies zu erreichen sind Daten geschlechtsdifferenziert zu erheben und auszuwerten, Kontext und Ergebnisse systematisch auf mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede hin zu untersuchen und die Bewertung der Programmwirkungen in gleichstellungsorientierter Perspektive vorzunehmen. Dies erfordert entweder die Weiterentwicklung bestehender Datengrundlagen und Indikatorensysteme oder die Erhebung spezifischer Primärdaten sowie die spezifische Reflexion der methodischen Vorgangsweise. Zum anderen wird im Rahmen der Evaluation von Gender Mainstreaming-Implementationsprozessen die Erreichung spezifischer Gleichstellungsziele analysiert.
Das Jubiläum wurde nun genutzt um im Kontext von Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Deutschland und von Arbeitsmarkt- und Hochschulpolitik in Österreich die Veränderungen, die durch Gender Mainstreaming ausgelöst wurden, sowie die Rolle der Evaluation im Kontext der Implementierung der Gender Mainstreaming Strategie zu reflektieren. In den beiden Vorträgen erfolgte eine Reflexion der bisherigen Entwicklung (was wurde erreicht?) sowie eine Diskussion von aktuellen Herausforderungen (was bleibt zu tun?).

Überblick Session & Abstract

Präsentation Wroblewksi

Präsentation Meseke

Poster zur Präsentation des AK GM

AK Gender Mainstreaming auf der Jahrestagung in Mainz 2017

Session des AK auf der Jahrestagung zum Thema "20 Jahre Gender Mainstreaming und Evaluation" - was wurde erreicht, was bleibt zu tun?

Überblick Session & Abstract

Präsentation Wroblewksi

Präsentation Meseke

Poster zur Präsentation des AK GM

Zuletzt geändert: 29. Januar 2018

Der Arbeitskreis Gender Mainstreaming (AK GM) stellte die Wahl adäquater Methoden bzw. Forschungsdesigns für die Evaluation von Gender Mainstreaming Maßnahmen, Gleichstellungspolitiken sowie feministischer Evaluation ins Zentrum seiner Frühjahrstagung 2017. Bei Untersuchungen im Kontext von Gender Mainstreaming, Gleichstellungspolitik oder feministischen Fragestellungen stellen sich häufig spezifische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem empirischen Zugang. Dazu zählen beispielsweise die Operationalisierung von Gender sowie Lücken in vorhandenen Datengrundlagen im Hinblick auf genderrelevante Fragestellungen, der mit traditionellen Methoden häufig verbundene Gender Bias.

Wie kann Gender in einem sozialkonstruktivistischen und intersektionalen Verständnis operationalisiert und empirisch umgesetzt werden? Wie aussagekräftig sind vorhandene Datengrundlagen für Gender-, Gleichstellungs- oder feministische Analysen? Inwieweit werden durch in der Evaluation häufig verwendete empirische Zugänge bestehende Stereotypen festgeschrieben? Inwieweit werden dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduziert?

Diese und ähnliche Fragen standen im Zentrum einer eintägigen Tagung am 11. Mai 2017 am IHS in Wien. Der Workshop bot Zeit- und Raum für die Präsentation aktueller Projekte der TeilnehmerInnen sowie konkreter Herausforderungen aus dem Evaluationsalltag und interessierender Themen bzw. Fragestellungen.

Eine Publikation der Beiträge ist in Planung.

Programm & Abstracts

Präsentation Wroblewski

Präsentation Englmaier

Präsentation Knoll & Reitinger

Präsentation Koller

Präsentation Sauer

 

Zuletzt geändert: 08. November 2017

Publikation: Gleichstellung messbar machen

Aus der gemeinsamen Frühjahrstagung 2013 des AK Gender Mainstreaming mit dem AK Methoden zum Thema Gender-Indikatoren ist diese Publikation mit zahlreichen Beiträgen von Mitgliedern entstanden.

Details im Publikationsflyer

Zuletzt geändert: 10. November 2016

Call for papers zur Frühjahrstagung "Chancen feministischer Evaluation"

Workshop des AK Gender Mainstreaming am 11. Mai 2017 in Wien
Chancen feministischer Evaluation. Methodische Herausforderungen bei der Evaluation von Gender Mainstreaming und Gleichstellungspolitiken.

Der Arbeitskreis Gender Mainstreaming stellt die Wahl adäquater Methoden bzw. Forschungsdesigns für die Evaluation von Gender Mainstreaming Maßnahmen, Gleichstellungspolitiken sowie feministischer Evaluation ins Zentrum seiner Frühjahrstagung 2017. Bei Untersuchungen im Kontext von Gender Mainstreaming, Gleichstellungspolitik oder feministischen Fragestellungen stellen sich häufig spezifische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem empirischen Zugang. Dazu zählen beispielsweise die Operationalisierung von Gender sowie Lücken in vorhandenen Datengrundlagen im Hinblick auf genderrelevante Fragestellungen, der mit traditionellen Methoden häufig verbundene Gender Bias. Dabei stellen sich konkret unter anderem folgende Fragen:

  • Wie kann Gender in einem sozialkonstruktivistischen und intersektionalen Verständnis operationalisiert und empirisch umgesetzt werden?
  • Wie aussagekräftig sind vorhandene Datengrundlagen für Gender-, Gleichstellungs- oder feministische Analysen? Wie können wir mit bestehenden Datenlücken umgehen bzw. Datengrundlagen weiterentwickeln?
  • Inwieweit werden durch in der Evaluation häufig verwendete empirische Zugänge bestehende Stereotypen festgeschrieben? Inwieweit werden dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduziert? Kommt es dadurch zur Über- oder Unterrepräsentanz bestimmter Gruppen in der Evaluation?
  • Welche innovativen Zugänge eigenen sich insbesondere für die Evaluation von Gender Mainstreaming oder Gleichstellungspolitiken?

Diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum einer eintägigen Tagung, die am 11. Mai 2017 am IHS in Wien stattfindet. Wir bitten interessierte KollegInnen, die sich mit den oben genannten Fragen theoretisch und/oder methodologisch befassen oder konkrete Umsetzungsbeispiele reflektieren möchten, ein Abstract für einen Vortrag (full paper) oder eine Präsentation im Rahmen einer Methodenwerkstatt einzureichen.

Details zur Einreichung hier

Zuletzt geändert: 10. November 2016

Genderkompetenz von EvaluatorInnen

Die Berücksichtigung einer Geschlechterperspektive in der Evaluation ist sowohl rechtliche Verpflichtung als auch ein Kennzeichen von guter Evaluation. Genderkompetenz wird verstanden als die Fähigkeit von Personen, die Genderdimension des Evaluationsgegenstandes zu erkennen und in der Konzeption und Durchführung der Evaluation zu berücksichtigen.
Diese wird als grundlegende Kompetenz (Level 1) verstanden, über die alle Evaluierenden verfügen sollten. Davon unterschieden wird eine vertiefte Genderexpertise (Level 2), für die es spezialisierte GenderexpertInnen braucht.

Ein Positionspapier des AK Gender Mainstreaming der DeGEval zu Genderkompetenz von EvaluatorInnen sowie Profile für Gender kompetenz und Genderexpertise von EvaluatorInnen geben einen differenzierten Einblick.  

Zuletzt geändert: 10. November 2016

Sprecherin: Dr.in Angela Wroblewski

IHS – Institut für höhere Studien, Wien
Stumpergasse 56
A-1060 Wien
Tel: ++43-1-59991-135
Fax: ++43-599191-191
wroblews@ihs.ac.at
http://www.ihs.ac.at oderwww.equi.at

Stellvertretetende Sprecherin: Dr.in  Kirstin Eckstein
Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung
Universität Graz, Beethovenstraße 19, A-8010 Graz
Tel. + 43 (0) 316 380-5724
Fax + 43 (0) 316 380-9010
kirstin.eckstein@uni-graz.at  
http://koordination-gender.uni-graz.at