Am 11.11. 2004 gründete sich der AK Gesundheitswesen der DeGEval im Rahmen der Jahrestagung der DeGEval in Wien neu. Neben der Gründungssitzung (Zum Sprecher wurde G. Spiel zum stellvertretenden Sprecher P. Mayring einstimmig gewählt) gab der AK durch die Veranstaltung „das Spektrum der Evaluation“ ein kräftiges Lebenszeichen.
8 Beiträge beschäftigten sich mit so unterschiedlichen Themen wie:
Diese Darstellung soll den Mitgliedern und Interessenten die Gründe für den Relaunch des Arbeitskreises näher bringen; Aufgaben definieren, zur Mitarbeit aufrufen und organisatorisches festhalten.
Gesundheitspolitischer Ausgangspunkt
Durch die derzeit oft erkennbare einseitige Betonung ökonomischer Aspekte bei der Diskussion des Gesundheitssystems werden Fragestellungen denen früher überwiegend Aufmerksamkeiten geschenkt wurden, heutzutage im deutlich geringerem Ausmaß berücksichtigt. Die unter ausschließlich ökonomischem Blickwinkel auf den Weg gebrachte „Gesundheitsreform“ trägt somit die Gefahr in sich, fachlich medizinische/ gesundheitsbezogene und pflegerische Argumente nicht ausreichend zu berücksichtigen. Standen früher bei der Diskussion des Gesundheitswesens fachlich-inhaltliche, gesundheits- und/oder krankenbehandlungsrelevante Aspekte im Vordergrund, so werden derzeit zumeist nur die ökonomische Effekte und die Machbarkeit bei meist gedeckeltem Budget thematisiert. Dabei werden häufig die realen Arbeits- und Rahmenbedingungen in verschiedenen Sparten des Gesundheitssystems Fächern missachtet. Auch Monitoringsysteme fokussieren ganz überwiegend häufig auf ökonomische Aspekte.
Um es auf den Punkt zu bringen: die Orientierung auf dem Kostenaspekt drängt die Diskussion um den Nutzen des Gesundheitssystems in den Hintergrund. Die Gefahr einer rein ökonomischen Prozessoptimierung liegt in einem inhaltlichen Qualitätsverlust. Dieser kann bei zunehmenden „Kundenunzufriedenheit“, mittelfristig auch den ökonomischen Ertrag senken.
Teilaufgaben
Dem AK stellen sich folgende Aufgaben:
Interessentengruppen
Im Vorfeld und nach der Tagung in Wien haben wir eine DeGEval Mitglieder und Interessentenliste zusammengestellt. KollegInnen aus verschiedensten Bereichen haben ihre Bereitschaft mitzuwirken bekundet
inzwischen ist die Mitglieder und Interessentenliste auf über 50 Personen angewachsen (exklusive potentielle Auftraggeber)
Weitere Umsetzungsschritte
Folgende weitere Umsetzungsschritte sind geplant:
Bekanntmachung des Relaunch des Arbeitskreises Gesundheit z.B. in der Zeitschrift für Evaluation und im Newsletter der DeGEval was somit geschieht,
Mitglieder- und Interessentenliste wird ständig weiter aktualisieren.
Wir wollen weitere Interessenten ( DeGEval Mitglieder und andere ) die erst durch diese Selbstdarstellung von der Neugründung des AK Gesundheit erfahren haben herzlich bitten ihr Interesse an Informationen und Mitarbeit direkt beim Sprecher zu deponieren ().
Organisation eines halben Tages bei der nächsten Jahrestagung der DeGEval da es bei der Tagung in Wien deutlich wurde dass für die Vielzahl interessanter Präsentationen ein slot zu wenig Zeit bietet. Auch soll versucht werden bei der nächsten Tagung in Essen sich stärker am Hauptthema der Degeval Tagung zu orientieren.
Ein derartig vielschichtiger Themenbereich und eine doch heterogene Interessentengruppe legt nahe auch Differenzierungsmöglichkeiten des Arbeitskreises an zudenken ev. in der Form von Workshops für "special interest-groups". Nach Konsolidierung der Interessentenliste sollen daher die spezifischen Interessen erhoben werden.
Abschließend wollen wir sie alle herzlich zur aktiven Mitarbeit einladen.
G. Spiel P. Mayring
Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel
pro mente: kinder jugend familie GmbH
E-Mail:
Univ.-Prof. Dr. Philipp Mayring
Universität Klagenfurt
E-Mail:
Marcus Capellaro
Konzeption & Evaluation kommunikativer Maßnahmen
E-Mail: